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Von Barbara Unmüßig und Jörg Haas (News) [mehr]
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KyotoPlus: Wege aus der Klimafalle - 28./29.09.2006, Berlin
"Verantwortliche Umwelt- und Klimapolitik ist kein Luxus, sondern die Grundlage für eine friedliche Entwicklung dieser Welt und die entscheidende Investition in unsere eigene Sicherheit."
Schirmherr Prof. Dr. Klaus Töpfer, ehem. Exekutivdirektor United Nations Environment Programme, UNEP (in Die Zeit vom
30.03.2006)
>Jetzt neu: Audio-Mitschnitte von der Konferenz zum Download<
KyotoPlus heißt:
Neue Ziele
Heute werden mit den Investitionen in die Infrastruktur der Energieversorgung zugleich die Grundlagen für das Energiesystem der kommenden Jahrzehnte gelegt. Investoren brauchen Richtungssicherheit: Daher ist es entscheidend, dass auf der Grundlage des Kyoto-Protokolls neue, ambitionierte Emissionsziele für die Zeit nach 2012 vereinbart werden. Ziele, die geeignet sind, den weltweiten Temperaturanstieg unter 2ºC zu halten. Gleichzeitig muss das Protokoll zu einem internationalen Rechtsrahmen weiterentwickelt werden, der der Herausforderung angemessen ist.
Neue Technologien
Schon jetzt haben wir neue Technologien an der Hand, die es uns erlauben, die Emissionen von Treibhausgasen drastisch zu reduzieren. Ökologisch und sozial verträgliche Klimaschutztechnologien müssen weiterentwickelt und sehr viel rascher in den Markt eingeführt werden. Investitionen in Forschung, Entwicklung und Einführung müssen erheblich gesteigert werden.
Neue Politik
Politische Rahmenbedingungen müssen die Bedingungen für dynamische Märkte schaffen, um die Trägheit eingefahrener Strukturen zu überwinden und den technologischen Wandel zu beschleunigen. Das Beispiel des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) hat gezeigt, wie die Bedingungen für neue Technologien und Energien weitreichend und effektiv verbessert werden können. Wir brauchen neue, kreative Instrumente und Programme für eine gewaltige Steigerung der Energie- und Materialeffizienz, für Co2-freie Mobilität und Stromversorgung sowie neue Formen des Wirtschaftens.
Neue Allianzen, Akteure und Aktionsformen
Die Herausforderung verlangt auch nach neuen Akteuren und neuen Bündnissen, national und international. Die EU und China können gemeinsam dem Durchbruch zu einer neuen globalen Energieökonomie vorantreiben. Institutionelle Anleger erkennen Klimawandel als ein materielles Risiko, aber auch als Chance für zukünftige Gewinne. Subnationale Akteure wie Städte und Bundesländer übernehmen Führungsrollen im Klimaschutz. Dies sind nur einige Beispiele der neuen Allianzen, die wir für Fortschritte brauchen.
Neue Ziele, neue Technologien, neue Politik und neue Allianzen sind voneinander abhängig und befruchten sich gegenseitig zu einer neuen Dynamik im Klimaschutz.

