Forum III: Alles Bio? Klimaschutz durch Bioenergie
Wie kann der Ausbau von Bioenergie nachhaltig erreicht werden, ohne die natürlichen Ressourcen zu beeinträchtigen? Welche Technologien werden zur Reduzierung der Emissionen benötigt?
Raum: B1
(Nur in deutscher Sprache, keine Simultanübersetzung verfügbar /
in German only, no simultaneous interpretation available)
Aktiver Klimaschutz kommt um eine intensive Nutzung erneuerbarer Energien nicht herum. Der stärkere Ausbau und die Nutzung von Bioenergie wird derzeit intensiv auf den verschiedenen politischen Ebenen - ob national europäisch und auch global - diskutiert und in ambitionierten politischen Zielsetzungen verankert. Dabei werden zunehmend neben den Chancen auch die Risiken des Bioenergieausbaus hervorgehoben und diskutiert.
Auswirkungen auf Boden, Wasser und Biodiversität sowie ein stärkerer Druck auf die natürlichen Ressourcen wie die Naturwälder, Feuchtgebiete oder andere Biotope sind zu befürchten. Auch die Gefahr, dass die Landschaft künftig von Energiepflanzen-Monokulturen geprägt sein wird, ist in einigen Regionen der Welt nicht von der Hand zu weisen. In dem Workshop "Klimaschutz durch Bioenergie" sollen die Potenziale von Bioenergie und die Beiträge, die darin für die Reduktion von Treibhausgasen stecken, vorgestellt und diskutiert werden. Darüber hinaus sollen die geeigneten Technologien für die Produktion von Bioenergie betrachtet werden. Eine zentrale Aufgabe beim Ausbau der Bioenergie wird in den nächsten Monaten und Jahren darin bestehen, auf der internationalen Ebene Nachhaltigkeitsstandards zu etablieren und dabei auch das Ziel der Reduktion von Treibhausgasen zu verankern. Für den Workshop "Klimaschutz durch Bioenergie" ergeben sich aus Sicht des Forums Umwelt und Entwicklung und des WWF folgende Fragen, denen im Rahmen von Vorträgen und Diskussionen nachgegangen wird.
Wie sieht ein nachhaltiges Ausbauszenario für Bioenergie aus und welchen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen Bioenergie leisten? Welche Rohstoffe und Technologien müssen zum Einsatz kommen, um möglichst effizient Treibhausgase einzusparen? Welche Zielkonflikte ergeben sich bei der Bioenergieproduktion - und Nutzung, wie lösen wir diese und wie kann das Ziel der Treibhausgasreduktion sinnvoll in Nachhaltigkeitsstandards für Bioenergie verankert werden? Neben diesen Fragen sollen auch die politischen Weichenstellungen der Bundesregierung sowie der Europäischen Union in der Bioenergiepolitik kritisch beleuchtet und diskutiert werden.
- Uwe Fritsche, Projektleiter Forschungsbereich Energie und Klimaschutz, Ökoinstitut Darmstadt
- Dr. Daniela Thrän, Bereichsleiterin Bioenergysysteme, Institut für Energetik und Umwelt, Leipzig
- Ulrich Kelber, MdB, stellvertretender Vorsitzender der SPD- Fraktion im Deutschen Bundestag
- Moderation: Imke Luebbecke, Referentin für Bioenergie, WWF Deutschland; Jürgen Maier, Geschäftsführer, Forum Umwelt und Entwicklung

